Montessori - Schwerpunkte bei der Arbeit
Montessori-Pädagogik bedeutet, die Kinder in Ihrer Persönlichkeit zu respektieren, ihnen achtsam zu begegnen und sie auf ihrem Entwicklungsweg liebevoll und hilfreich zu begleiten.
Die Schule als angenehmen Lern- und Lebensort der Kinder gestalten
Darunter verstehen wir: Durch eine ruhige und entspannte Lernatmosphäre und eine freundliche und anregende Lernumgebung sowie durch eine hohe Eigenaktivität Freude am Lernen zu schaffen und zu erhalten.
Individuelle Lernmöglichkeiten anbieten
Darunter verstehen wir: Berücksichtigen des individuellen Lerntempos durch die Förderung von Leistungsstärken und das Eingehen auf Lernprobleme sowie die Unterstützung durch Lesepaten.
Lernangebote für unterschiedliche Lerntypen durch das Lernen mit allen Sinnen und dem Einsatz von Montessori-Material sowie dem projektbezogenen, handlungsorientierten Arbeiten mit der Einbeziehung außerschulischer Lernorte.
- der Schülerleistung angepasste Computeraufgaben
- Frühenglischunterricht ab Klassenstufe 1
- individuelle Beurteilungen durch verbale Zeugnisse in den Klassenstufen 1-3
Eigenverantwortliches Lernen anleiten, fördern und fordern
Darunter verstehen wir: Hinführung zur selbständigen Zeitplanung durch die Arbeit mit dem Wochenplan sowie die Erarbeitung bestimmer Aufgaben, z.B. Referate, zu festgelegten Terminen und deren Präsentation
- Aneignen wichtiger Lerntechniken (z.B. nach Heinz Klippert)
- Erlernen verschiedener Arbeitstechniken
- Erstellen von Projektmappen
- Reflexion des eigenen Lernprozesses
Soziale Kompetenzen stärken
Darunter verstehen wir:
- ritualisierter Tagesablauf
- Interaktion im Morgenkreis
- Interaktion im Klassenrat
- Übernehmen verantwortlicher Aufgaben und Rollen
- Entwickeln von Konfliktlösungsstrategien
- Arbeiten mit dem Partner und im Team
- Rücksichtnahme und Akzeptanz der Verschiedenartigkeit
- gemeinsame Feiern, Übernachtungen, Klassenfahrten
Biographie
Maria Montessori (1870 - 1952) wuchs in einer großbürgerlichen Familie Italiens auf. Im 19. Jahrhundert erwarb sie als erste Frau den Doktortitel (1892-1896) der Medizin und war sehr erfolgreich auf den verschiedensten medizinischen Gebieten tätig. Auch in der Politik hatte Maria Montessori großen Erfolg, merkte aber schnell, daß man sie ausnutzen wollte. Fortan setzte sie sich für die Rechte der Kinder ein. Nach überragenden Erfolgen ihrer Kinderhäuser im römischen Proletarierviertel San Lorenzo gab sie ihre zuvor gegründete Arztpraxis auf. Im Jahre 1916 verließ Maria Montessori Italien und ließ sich in Barcelona nieder, wo sie die nächsten 20 Jahre lebte. Mit ihrer Einstellung, die "Pädagogik vom Kinde aus" zu gestalten, sind die Ideen der Reformpädagogin auch heute noch für die schulische Arbeit aktuell. In den folgenden Jahren reiste sie viel durch die Welt, ließ sich dann jedoch in den Niederlanden nieder, engagierte sich zunehmend für den Frieden und gründete schließlich eine Internationale Gesellschaft. Am 6. Mai 1952 starb sie in Nordwiik aan Zee in Holland.

